Die Verfahrensmechaniker/innen für Kunststoff- und Kautschuktechnik arbeiten meistens in der Kunststoff- und Kautschuk verarbeitenden Industrie. Dort produzieren sie Plastikrohre, Kunststoffverpackungen, Autoreifen und PVC- Fenster her. Um diese Produkte herzustellen planen sie zunächst die Fertigung und richten danach die Produktionsanlagen und -maschinen ein und bereiten die Rohstoffe auf. Das Granulat oder die flüssigen Massen werden in die Einfüllvorrichtungen gefüllt. Halbzeuge werden in die entsprechenden Werkzeuge eingelegt oder eingespannt. Danach fahren sie die Anlagen an und überwachen die verschiedenen Bearbeitungsgänge, bei Bedarf regulieren sie die Einstellungen der Anlagen nach. Der Verfahrensmechaniker und die Verfahrensmechanikerin für Kunststoff- und Kautschuktechnik kennen die speziellen Eigenschaften der Werkstoffe und wenden immer das geeignete Be- oder Verarbeitungsverfahren an. Die benötigten Mengen vom Kunststoffgranulat, den Zuschlag- oder Hilfsstoffen wie Farbstoffe, Weichmacher oder Stabilisatoren berechnen sie genau nach der Rezeptur. Die Parameter geben sie am Bildschirm ein, sie legen die Dosierung der Kunststoffmenge sowie die Temperatur, die benötigt wird um den Kunststoff zu schmelzen, fest. Durch Spritzgießen, Pressen, Blasformen oder Schäumen stellen sie Formteile her. Halbzeuge fertigen sie beim Extrudieren, dazu wird der Kunststoff im flüssigen Zustand in einen Zylinder gegeben, in ihm dreht sich die sogenannte Schnecke. Danach gelangt der Werkstoff in die Extrudionsdüse und er wird in die gewünschte Form gebracht.