Wer den Beruf Motopäde bzw. Motopädin ausübt hat eine landesrechtlich
geregelte Weiterbildung absolviert. Das Berufsbild wird von der
Aktivierung und Stabilisierung der motorischen, kognitiven, psychischen
und sozialen Fähigkeiten ihrer Patienten und Patientinnen geprägt. In
erster Linie sind ihre Patienten und Patientinnen Kinder, sie arbeiten
aber auch mit Jugendlichen und Erwachsenen, deren sozial-emotionales
Verhalten auffällig ist. Sie führen die Motodiagnostik durch, indem sie
vorhandene Befunde und Diagnosen sichten, die Anamnese erheben, geeignete
Tests durchführen und die motodiagnostischen Untersuchungsergebnisse
auswerten. Außerdem erarbeiten sie die Motopädiekonzepte, führen die
Bewegungstherapie durch und erstellen die Behandlungs- und
Verlaufsberichte sowie die Abschlussberichte. Neben diesen Tätigkeiten
gehören die Beratungsgespräche mit den Patienten oder deren Eltern und
die motopädische Beratung von Lehrern und Lehrerinnen sowie Erziehern und
Erzieherinnen zu ihren Aufgaben.