Meister oder Meisterin im Vulkaniseurhandwerk ist ein Beruf der in der
ehemaligen DDR ausgeübt wurde. Er kann mit dem Beruf Vulkaniseur- und
Reifenmechanikermeister bzw. Vulkaniseur- und Reifenmechanikermeisterin
verglichen werden. Das Berufsbild wird von fachlich anspruchsvollen
Tätigkeiten und Führungsaufgaben geprägt. Sie befassen sich mit der
Runderneuerung von gummierten Stoffen sowie technischen Gummiartikeln wie
zum Beispiel Reifen, Schlauchboote, Gummischläuche und Förderbänder. Dazu
werden die einzelnen Arbeitsschritte von ihnen geplant und koordiniert,
die Aufgaben an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verteilt, die
Arbeitsausführung überwacht und die Endkontrolle durchgeführt. Darüber
hinaus beraten sie die Kunden und Kundinnen, nehmen die Aufträge entgegen
und stellen die termingerechte Erledigung der Aufträge sicher. Zu ihren
weiteren Aufgaben gehören die technische und kaufmännische Kalkulation
und die Mitwirkung bei der berufspraktischen Ausbildung des
Facharbeiternachwuchses.