In erster Linie arbeiten ein Heilpraktiker und eine Heilpraktikerin in
einer eigenen Praxis. Sie können aber auch in Gesundheitszentren und
Arztpraxen sowie in Massage- und physiotherapeutischen Praxen beschäftigt
sein. Sie befassen sich mit der Analyse und der Therapie von Störungen des
komplexen körperlichen und seelischen Gesamtsystems ihrer Patienten und
Patientinnen und wenden dabei die Methoden der Alternativmedizin und
Naturheilkunde an. Um die Ursachen für die gesundheitlichen Störungen zu
ermitteln befragen sie die Patienten und Patientinnen nach deren Lebens-
und Umweltbedingungen. Die Anamnese erstellen sie nach ganzheitlichen
Gesichtspunkten indem sie nach Beschwerden und Symptomen fragen und mit
geeigneten diagnostischen Verfahren die Untersuchungen durchführen.
Anschließend besprechen sie mit den Patienten und Patientinnen die Diagnose
und die geeigneten Therapiemöglichkeiten. Zu den Therapien handelt es sich
zum Beispiel um heilgymnastische Übungen, das durchführen von
Bestrahlungen, Einreibungen, Lymphdrainagen und Inhalationen oder
Wundbehandlungen. Ihr Einkommen bzw. der Stundenlohn hängen von der
Berufserfahrung ab.