Der Beruf Bekleidungsnäher bzw. Bekleidungsnäherin wird seit 1987 nicht
mehr ausgebildet, er ist in die Nachfolgeberufe Modenäher und
Modenäherin sowie Modeschneider und Modeschneiderin aufgegangen. Das
Berufsbild wird von der Stückfertigung in der industriellen Herstellung
von Bekleidung und Textilien aller Art geprägt. So befassen sie sich mit
dem Nähen von Kragen, Manschetten, Taschen, Ärmel und Futterteilen und
wenden dabei industrielle Fertigungsmethoden an. Einfache
Teilverrichtungen führen sie beim Zusammensetzen von vorgefertigten
Teilen aus. Zu ihren Aufgaben gehört die Einstellung der Maschine. Das
heißt sie stellen die Fadenspannung und die Stichlänge ein, führen das
Nähgarn ein und überprüfen das Garn und die Maschinennadel. Normalerweise
sind sie auf einzelne Tätigkeiten, Artikel, Artikelgruppen, zu nähende
Teile oder auf bestimmte Maschinen spezialisiert und müssen die Aufgaben
in einer vorgegebenen Zeit ausführen.